Gründung der Gedenkstätte

Erinnern für die Zukunft – mit diesem Ziel wurde im Dezember 2001 in Leipzig eine Gedenkstätte eingeweiht, die an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter erinnert, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Leipziger Rüstungskonzernen ausgebeutet wurden.
 
 

Diese Gedenkstätte – die erste in Deutschland – entstand auf Beschluss des Stadtrates der Stadt Leipzig und mit großer Unterstützung der Leitung des Umweltforschungszentrums Leipzig / Halle GmbH.
Auf dem Gelände dieses international bedeutenden wissenschaftlichen Instituts befand sich bis zum Ende des 2. Weltkrieges einer der größten Rüstungskonzerne Deutschlands, die Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft mit der Firmenbezeichnung „HASAG Leipzig“. In diesem Konzern, mit seinen Zweigbetrieben in Taucha, Altenburg, Meuselwitz, Schlieben und den polnischen Werken in Kamienna und Tschenstochau, wurden Waffen, Munition und vor allem die Panzerfaust produziert.
Tausende Häftlinge der Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald, Sachsenhausen und Ravensbrück wurden in diesem Rüstungskonzern ausgebeutet.
Außerdem arbeitete eine heute zahlenmäßig nicht mehr nachvollziehbare große Zahl ziviler Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Leipziger Betrieben und Einrichtungen. Ihnen allen soll mit dieser neuen Gedenkstätte ein Denkmal gesetzt werden.

 
  Als Träger der Gedenkstätte wurde der Förderverein "Dr. Margarete Blank" e.V. beauftragt. Dieser gemeinnützige Verein besteht seit 1996. Er betreut außerdem die Dr.-Margarete-Blank-Gedenkstätte in 04451 Borsdorf, Ortsteil Panitzsch.